Ich arbeite seit 1992 als Kameramann für Formate wie Spiegel TV, National Geographic etc. und drehte viele längere Reportagen und Dokumentarfilme. Diese Jahre formten meine sensibler Herangehensweise und meine Vorliebe für das Menschliche, einen beobachtenden Blick, die Einsicht, dass es Zeit braucht um Geschichten aus der Wirklichkeit heraus zu schälen. Seit einigen Jahren ist die Fotokamera wieder zu seiner ständigen Begleiterin geworden und die Videokamera in den Hintergrund getreten, meine Arbeitsweise jedoch ist geblieben: Streetphotography als Zauber der Entdeckung im Vorübergehen.
Serien
photoSCHWEIZ 2022
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Paradeplatz. Für die meisten das Wahrzeichen von Zürich, für mich erst einmal der Platz da. Die Mischung aus geballter Hochfinanz und ausuferndem Konsum bewegte mich - zwischen Faszination und Ablehnung - den Paltz da über ein Jahr immer wieder aufzusuchen. Er offenbarte sich mir allmählich als eine grosse Bühne, die sich jenseits der Klischees als bunt und lebendig herausstellte. Dann kam der Lock-down und die Zeit stand still. Die Finanzwelt verschwand vollends in die Virtualität, der Geldadel verlor seinen Laufsteg und eine seltsame Ruhe legte sich über den Platz da.
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