1952 Geburt. Elektroingenieur. 1984-85 Reise durch Afrika und Südamerika. Die aktuellen fotografischen Werke zeigen Orte des Übergangs. Fotografieren bedeutet für mich, das Finden zulassen und dem Gestalten die notwendige Zeit und Ruhe zu geben. Ich bin in der Regel allein und abseits der gewohnten Pfade. Die extremsten und schönsten Werkplätze der Natur finde ich am Rand oder im Inneren eines Gletschers. Alle Aufnahmen erfolgen mit dem vor Ort vorhandenen Licht.
Serien
photoSCHWEIZ 2022
2 Bilder
Eis & Wasser überraschen Im Innern der Eishöhle im Morteratschgletscher lässt eingestreutes Licht auf den spiegelglatten Oberflächen vielfältige Reflexionen erscheinen. So zeigt sich die Decke als fließende Struktur von Kreten und Tälern, durchfurcht von Straßen mit eingeprägten, kleinen Hohlkratern. In eleganten Kurven eingeritzt zeigen sich allerfeinste Pfade, in eng und weit ausholenden Schwingungen spielend. Auffällige, satt-rote Farbfelder haben ihren einen, gemeinsamen Ursprung. Von der Eiskante des Sidelengletschers tropft ein Wasservorhang. Das Sonnenlicht und eine extrem kurze Belichtungszeit zaubern aus diesem Blickwinkel ein in die einzelnen farbigen Wasserkügelchen aufgelösten Regenbogen. Vom Allerkleinsten bis zum Größeren, vom Sichtbaren zum tief Hintergründigen, leuchtet alles in einer breiten Palette voller Farben! Jeder dieser Tropfen strahlt in ausgewogener Rundheit.
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photoSCHWEIZ 2021
6 Bilder
Lebendige Kindheit in der Dritten Welt Wie spüren wir Geborgenheit oder Ausgrenzung? Wo sind unsere Möglichkeiten und Träume? Was bleibt von uns als Vermächtnis? All dies spiegelt sich in direkter und wundersamer Weise in den Kindern dieser Welt. Je einfacher die Verhältnisse, umso offener treten die Emotionen Neugier, Staunen, Angst, Schalk, Freude und vor Allem Verantwortungsbewusstsein zu Tage. Obwohl diese Bilder in der dritten Welt vor 35 Jahren aufgenommen wurden – hat sich heute, wenn man die Kinder in ihrer eigenen Welt lässt – nichts verändert. Dies ist eine durchaus optimistische Botschaft! Unser Nachlass sind die Kinder und sie werden sich auf ihre Weise in dieser nicht immer einfachen Welt behaupten. Mittelformat-Kamera Hasselblad 500C/M mit Objektiv Carl Zeiss Planar 2.8/80mm. Manuelle Einstellung von Zeit, Blende und Fokussierung. Roll Film “Ektachrome 64”, je 12 Bilder.
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photoSCHWEIZ 2020
4 Bilder
Eisiger Abschied. Vor einigen Jahren waren die Oberengadiner Gletscher Morteratsch und Roseg äußerst attraktive Orte des Entdeckens. Dies hat sich durch den extremen Gletscherschwund unwiderruflich verändert. Aus diesem Grund bin ich nun mehrheitlich am Zinal-, Lang- oder Unteraargletscher unterwegs. Doch auch hier löst sich das Eis auf einer Länge von jeweils mehr als einem Kilometer flächendeckend auf. An den Rändern oder da, wo der Grund hervorstehende Felsstrukturen oder Geröllkreten aufweist, öffnet sich das Eis in einem Wirrwarr von Spalten, Höhlen und Schächten. Alles zeigt sich nur für eine gewisse Zeit. Was heute als neue Eishöhle entsteht, vergrößert sich im Innern stetig und endet schließlich als meist mächtige Eisbrücke. Was letztlich bleibt, ist ein neu entstandenes Feld von Fels und Geröll. Diese Bilder zeigen, was an Schweizer Gletschern bereits endgültig verloren ist.
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