Ivo Dominique Stalder
Ivo Dominique Stalder wurde in der Romandie geboren und lebt heute im Grossraum Zürich. Foto-Enthusiast, seit ihm sein Vater zum 14ten Geburtstag eine Kamera geschenkt hat. Ein Leben ohne Fotografie und Bilder ist für ihn undenkbar. Zu Beginn auf Landschaft und Portraits fokussiert, setzt Stalder heute Schwerpunkte auf Street und Architektur. Mehrere Gruppenausstellungen zum Thema ‘Ästhetik des Verfalls’, Ausstellung ‘Bilder aus der Zwischenwelt’ (Eröffnung der Mario Botta-Therme, Baden, 2021), Teilnahme an der Werkschau photoSCHWEIZ 2023 sowie am International Photo Festival Olten 2023.
Serien
photoSCHWEIZ 2026
9 Bilder
Das alte Kantonsspital. Verlassene OP-Säle, melancholische Abschiedsworte an der Wand, nutzlos gewordene Technikräume - die Bilder zeigen den Altbau des Kantonsspitals Baden (KSB) ein halbes Jahr nach dem Umzug in den Neubau von Ende Februar 2025. Ein ungewohnter, schon fast intimer Einblick in ein Spital im Wandel, eine fotografische Erkundung im Schwebezustand zwischen Nutzung und Rückbau.
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Das alte Kantonsspital II. Das alte Kantonsspital Baden (KSB) im Schwebezustand zwischen Nutzung und Rückbau. Aufgenommen im September 2025, ein halbes Jahr nach dem Umzug in den Neubau. Das alte KSB ist für mich ein echtes Herzensprojekt - es war 47 Jahre lang das Spital meiner Heimatstadt. Auch bin ich schon als Patient im alten KSB gewesen, und habe lange Zeit gleich in der Nähe gewohnt.
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photoSCHWEIZ 2025
6 Bilder
Leerstand. Die insolvente Papierfabrik in der Nähe von Stuttgart wurde 2019 liquidiert und geräumt. Zurück blieben leere Hallen, stockwerkshohe ‘Lücken’ und nutzlose gewordene Infrastruktur. Nach fünf Jahren Leerstand und kurz vor dem Abriss hat Stalder diese industrielle Zeitkapsel fotografisch dokumentiert. Die vertikalen Shift-Panorama-Aufnahmen unterstreichen dabei die beeindruckenden Dimensionen der Gebäude und Anlagen.
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photoSCHWEIZ 2024
10 Bilder
Zollverein Schacht XII Eine verlassene Industrielandschaft, vorgefunden in der Zeitenwende um das Jahr 2000. Die von Schienensträngen durchzogene Zechenanlage wird von der Natur zurückerobert. Im Hintergrund die markante Kulisse der Kokerei. Eine Szenerie wie im ikonischen Film ‘Stalker’ (Andrei Tarkowski, Sowjetunion, 1979). Die fotografische Umsetzung auf kontrastreichem, grobkörnigem Schwarz-we
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photoSCHWEIZ 2023
Stausee ohne Wasser Die Menschen mussten sich Mitte der 60er-Jahre eine neue Heimat suchen, und dann wurde fast alles abgerissen oder abgeholzt, was irgendwie den reibungslosen Betrieb eines Stausees stören könnte: Häuser, Ställe, Wälder, Weinreben. Aber nur fast alles. Für Instandhaltungen Ende 2021 entleert, gab der Verzasca-Stausee (Lago di Vogorno, TI) nun zum ersten Mal seit fast 60 Jahren preis, was damals in den Fluten verschwunden ist. Strassen, Brücken, Brunnen, Trockenmauern, Baumstümpfe... und sogar ein vergessenes Waldbrand-Schild. Ivo Stalder hat in einer Zeitreihe von knapp sechs Monaten die Landschaft im Stausee fotografisch festgehalten. Zu Beginn eine dystopische Mondlandschaft in einer fahlen Wintersonne, präsentieren sich die stummen Zeitzeugen im Sommer vor den kräftigen Farben des Wassers und der Wälder – bevor sie wieder für Jahrzehnte vom Wasser verschluckt werden.
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Abspann im Elite Sozusagen über Nacht wurde am 05. Januar 2022 das Kino Elite (Wettingen) per sofort und unwiderruflich geschlossen – nein, nicht wegen Corona. Nach dem endgültigen Scheitern eines Kino-Neubauprojektes nach 10-jähriger Planung wurde das Areal verkauft. Das Kino Elite war kein modernes, seelenloses Multiplex-Kino, sondern ein traditionsreiches Haus aus 1947, sanft renoviert im 2007. Von der Architektur her entfernt an Bauhaus erinnernd, vereinigte es nüchterne Sachlichkeit mit warmem Charme. Eine selten gewordene Lokalität, um sich wohlzufühlen und grosses Kino zu geniessen. Und dann – plötzlich Schluss. In Rekordzeit wurden die Filmplakate und die Dekorationen an Kinoliebhaber verschenkt, die altehrwürdigen Kinoprojektoren für den Abtransport vorbereitet. Das Licht funktioniert noch und gibt dem Samt einen melancholischen, seidigen Glanz. Zeit, ein letztes Mal zu träumen.
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photoSCHWEIZ 2021
6 Bilder
Das alte Thermalbad ist ein spezieller Lost Place. Speziell deshalb, weil es eigentlich seit der Eröffnung 1965 eine Art Lost Place gewesen ist. Kein ‘Place to be’. Geprägt von weissen, sterilen Kacheln und braunem, billigen Holzimitat. Eine funktionelle Architektur mit bemüht aufgesetzten Gestaltungselementen. Technische Anlagen in der Qualität des lokalen Billig-Baumarkts. Abschreckende Schilder und Gebote im Gästebereich. Paramedizinische Einrichtungen mit der Ambiance eines Sanatoriums. Deshalb wurden die Besucher im Laufe der Zeit immer weniger, und das Thermalbad musste 2012 schliessen. Eine Zeitlang noch hat ein Event-Veranstalter die leeren Innen- und Aussenbecken für Partys genutzt. Dann war ganz Schluss. Auch Leerstand und beginnender Verfall haben nicht dazu beigetragen, das Thermalbad sympathischer zu machen. Zwischenzeitlich wurde das Thermalbad abgerissen (‘rückgebaut’), und Ende 2021 wird an seiner Stelle eine Wellness-Therme des Stararchitekten Mario Botta eingeweiht.
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