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photo INTERNATIONAL
Alle Fotograf·innen

Michael Steigmeier

2022 · 2020
Michael Steigmeier

Ich lebe und arbeite in der Stadt Basel. Neben meiner Tätigkeit als Architekt verfolge ich eigene Fotoprojekte, die sich vorwiegend mit der "gebauten Umgebung" befassen. Das ausgestellte Projekt besitzt den Titel "Zu der Ästhetik von Baulücken" und ist über einen Zeitraum von zwei Jahren in der Region Basel-Stadt entstanden.

Serien

photoSCHWEIZ 2022

  • 5 Bilder

    Strassen und Fahrzeuge gehören heutzutage fast in allen Regionen der Schweiz zum Alltag. Mit einer stetig wachsenden Einwohnerzahl entstand über die Jahrzehnte ein dichtes Netz an Infrastruktursträngen, so zum Beispiel für Motorfahrzeuge oder für den Güter- und Personentransport auf Schienen. Je grösser die Stadt und deren Agglomeration desto vielzähliger sind die Verflechtungen zwischen diesen einzelnen Infrastruktursträngen. Die Stadt Basel bildet dabei keine Ausnahme. Aus der Vogelperspektive betrachtet durchziehen die Strassen, Schienen und auch der Rhein die Stadt und ihre Umgebung wie das Gefässnetz den menschlichen Körper. An gewissen Knotenpunkten, verdichten sich die einzelnen Stränge um sich danach wieder in unterschiedliche Richtungen auseinander zu bewegen. An diesen Schnittstellen entstehen spannende Überlagerungen verschiedener Infrastruktureinrichtung.

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photoSCHWEIZ 2020

  • 6 Bilder

    Baustellen in der Stadt sind zu einer alltäglichen Tatsache geworden. Wir fahren mit dem Auto an ihnen vorbei, passieren sie als Fussgänger oder wohnen zum Teil direkt daneben. Den Bauten, die dabei abgebrochen werden, schenken wir allerdings meist keine grosse Aufmerksamkeit. Erst wenn die Abbrucharbeiten abgeschlossen sind und im städtischen Gefüge eine „klaffende Wunde“, eine Baulücke, entstanden ist, stellt man sich die Frage was für ein Gebäude hier entfernt wurde. Das einzig noch verbleibende Indiz der physischen Existenz des abgebrochenen Gebäudes findet sich als Abdruck auf den Brandwänden der angrenzenden Nachbarbauten. Die ausgestellten Fotografien versuchen die Baulücke nicht bloss als klaffende Wunde im urbanen Gefüge aufzufassen, sondern vielmehr deren ästhetischen Wert aufzuzeigen, der sich dem Betrachter jeweils für eine begrenzte Zeit präsentiert.

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