Ich kam als Planespotter zur Fotografie, finanzierte mein Studium mit der Hochzeitsfotografie und arbeite nun seit über 15 Jahren freiberuflich als Fotograf und Videoproduzent. Ich bin fasziniert von neuen Technologien, experimentiere aber auch gerne in meinem Fotolabor mit alten Techniken. Die Fotografie mit der Drohne ermöglicht neue Perspektiven und bringt mich dem Traum vom Fliegen näher.
Serien
photoSCHWEIZ 2025
5 Bilder
Vor acht Jahren fotografierte ich für einen Auftrag die Wasserrutschbahn in der Badi Tiefenbrunnen. Mit dem Bild gewann ich den Swiss Photo Award und es hängt seitdem bei mir an der Wand. Immer wieder fasziniert mich die Schönheit und die präzise geometrische Form dieser simplen Wasserrutsche. Ich wollte mehr davon. Also suchte ich nach anderen Rutschbahnen in der Schweiz und merkte, dass es noch weitere gibt. Kaum eine ist gleich. So war klar, ich muss alle Rutschbahnen in der Schweiz besuchen.
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photoSCHWEIZ 2022
3 Bilder
Im Hochsommer durchquerte ich mit dem Velo die 400km lange Wüste Usbekistans. Ja, während Corona und ja, im Sommer bei 48°C. Doch sie lag genau auf meiner Route von Zürich nach Kirgistan. In weissem Hemd und mit Schleier ums Gesicht kämpfte ich mich während fünf Tage auf einer einzigen geraden Strasse durch den Wind und Sand. Von Langeweile keine Spur. Jeder Strauch und jede Unebenheit im Sand wecken die Aufmerksamkeit. Der Tag wird auf das Elementare reduziert: Velofahren, Essen und Schlafen. Die Nächte draussen unter freiem Sternenhimmel waren unbeschreibbar. Belohnt wurde ich zudem von den märchenhaften Städten vor und nach der Wüste und der unglaublichen Gastfreundschaft der usbekischen Menschen.
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photoSCHWEIZ 2020
6 Bilder
Sommer 1979, Familie Wernli hat den Aufstieg geschafft. Stolz gönnen sie sich eine Dose Eglisauer Orangina. Die Sonne brennt; Mutter cremt die vier Kinder mit Sonnenmilch ein. Das Jüngste sitzt unbedacht auf Mutters Sonnenbrille. Zmittag gibt es eine Tube Kondensmilch. Niemand mag sie so richtig. Vor der Hütte putzen alle gründlich ihre Schuhe. Znacht kocht der Hüttenwart Plätzli. Es wird dunkel, die Kinder schlüpfen unter die Wolldecken. Beim Einschlafen lauschen sie ein Kasperli-Kasettli. Der Vater rasiert sich im Licht seiner flackernden Taschenlampe. Am nächsten Morgen rechnet der Hüttenwart die Kosten auf seinem Taschenrechner zusammen. Den Abfall schmeisst er hinter der Hütte unbedacht in eine Grube. Nicht gerechnet hat er damit, dass jemand vierzig Jahre später den Müll wieder ausgräbt. Alle Objekte fand ich während einer Deponieräumung bei der Albert-Heim-Hütte mit dem SAC im August 2019. Sämtlicher Abfall aus den letzten Jahrzehnten verrottet dort unter der Erde. Drei Tonnen wurden eingesammelt, etwa zehn weitere Tonnen liegen noch immer in freier Natur herum.
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