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Alle Fotograf·innen

Steff Gruber

2023 · 2022 · 2021
Steff Gruber

Steff Gruber (1953), ist ein Schweizer Fotograf und Filmemacher. Er arbeitete in den 1970er Jahren als Pressefotograf bei Keystone Press und einer der ersten Autorenfilmer, die sich mit dem Genre Dokudrama beschäftigten. International bekannt wurde er mit seinem Dokumentarfilm «Location Africa» (1987), der die letzte Zusammenarbeit von Werner Herzog und Klaus Kinski dokumentiert. Seine preisgekrönten Filme wurden auf internationalen Filmfestivals gezeigt. Steff Gruber fotografiert und experimentiert bis heute mit verschiedensten Kameratechniken, von der Polaroidkamera über Grossformatkamera bis hin zu modernster Digitaltechnik. Weltweit bekannt und mehrfach ausgezeichnet sind jedoch seine Reportagen, bei denen menschliche Themen und humanistische Anliegen im Vordergrund stehen. Steff Gruber ist Mitglied des Schweizer Journalisten und Fotografen-Berufsverbandes IMPRESSUM.

Serien

photoSCHWEIZ 2023

  • Juliana

    6 Bilder

    1976 begann Steff Gruber mit Polaroid-Sofortbildern zu experimentieren. Dazu löste er zum Beispiel die Emulsion im warmen Wasser, malträtierte oder bemalte die Oberfläche. Die Resultate konnte er erstmals 1977 an der jährlich stattfindenden Ausstellung «Zürcher Künstler in den Züspahallen» ausstellen. Heute hat Steff Gruber, nicht zuletzt, weil ein Nachfolger des SX-70-Films wieder produziert wird, erneut zu experimentieren begonnen. Die hier präsentierten Bilder sind vergrösserte und manipulierte Sofortbilder aus Steff Grubers Fundus. «Bei meinem heutigen beruflichen Schwerpunkt, der Reportagefotografie, sind Bildmanipulationen ein Tabu. Umso mehr geniesse ich es, bei diesen freieren Arbeiten alles Mögliche und Unmögliche auszuprobieren.»

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photoSCHWEIZ 2022

  • 4 Bilder

    Meat សាច់ (2022) Das streng bewachte und geheim gehaltene Schlachthaus für Schweine liegt inmitten eines Wohnquartiers am Stadtrand von Phnom Penh. Aufgrund mangelnder moderner Technik werden die Tiere hier, wie in den meisten Schlachthäusern Kambodschas, noch auf grausame Weise traditionell getötet. Obwohl internationale Organisationen in den letzten Jahren immer wieder eine Reform des praktisch nicht existenten Tierschutzes in Kambodscha forderten, hat sich bis heute nichts an den Zuständen geändert: Die Arbeiter schlagen den Schweinen mit schweren Metallrohren auf den Kopf. Anschliessend wird den Tieren die Kehle durchgeschnitten und sie verbluten, teilweise noch bei Bewusstsein. Die sterbenden Schweine werden über den blutigen Betonboden geschleift, bevor sie in einen Bottich mit kochendem Wasser geworfen werden. Während dieser brutalen Prozedur befinden sich die noch lebenden und die bereits toten Tiere im selben Raum, Geräusche und Gerüche sind unvorstellbar und bedeuten maximalen Stress. Diese Methode bleibt nicht ohne physische und psychische Auswirkungen auf die Arbeiter, die von 23 Uhr bis fünf Uhr morgens im Akkord arbeiten. Bezeichnend ist, dass sich ihr Lohn an der Grausamkeit der Tätigkeit bemisst, die sie in der Abfolge des Schlachtens ausführen. Dabei wird der Schnitt durch die Kehle am höchsten bezahlt. Treibende Kraft für die Fleischproduktion ist eine rasant steigende Nachfrage nach Fleisch in Kambodscha und die lockende Aussicht auf Profit für die Unternehmer. Die Fotoreportage ist Teil der Fotoserie VANISHING CAMBODIA, an der Fotograf Steff Gruber seit einigen Jahren arbeitet, und die sich mit gesellschaftlichen Veränderungen in Kambodscha beschäftigt.

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photoSCHWEIZ 2021

  • 7 Bilder

    Theravada Buddhist Monastery Der buddhistische Tempel Kirisophea liegt in der Provinz Kampot im Süden Kambodschas. Heute ist es wieder eine gängige Tradition, dass die Söhne einer Familie für eine bestimmte Zeit als Mönche in einem Kloster leben. Sie sehen darin nicht nur eine grosse Ehre, sondern oft ist es auch die einzige Möglichkeit, etwas Bildung zu erhalten. Living on Water Der Tonle-Sap-See in der Nähe von Siem Reap in Kambodscha ist der grösste Süsswassersee Südostasiens. Mehr als 90’000 Menschen leben hier direkt auf dem Wasser in Hausbooten, die auf dem See kleine schwimmende Dörfer bilden. Ihre Existenz ist heute einerseits durch die fortschreitende Zerstörung des sozio-ökonomischen Systems und andererseits durch die Umsiedlungspläne der Regierung bedroht.

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