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photoSCHWEIZ 2021

Gabriele Marquardt

2018 hat gegenüber meinem Elternhaus eine Unterkunft für bis zu 250 geflüchtete Menschen eröffnet. Dort leben nun Menschen aus über 15 Ländern, die Schutz, Sicherheit und eine Zukunft suchen. Neugierig wer diese Menschen sind, woher sie kommen, was sie auf sich genommen haben, wovon sie träumen, all das hat mich dazu bewogen, einige von ihnen anzusprechen, um genau dies zu erfahren. Entstanden ist diese Portrait Serie. Ich habe mich auf deren Augen konzentriert, Augen, die viel erlebt und Leid gesehen haben, aber auch voller Hoffnung und Dankbarkeit sind. • 1. Reza Quanbari (obere Reihe, links) Afghanistan, 28 Jahre, lebt seit 2017 in Deutschland. Er wurde alleine auf die Reise geschickt, seine Eltern und Geschwister leben nach wie vor in Afghanistan. Zu seiner Flucht ist er in die Türkei geflogen und dann per Boot über Griechenland, weiter nach Serbien und Österreich nach Deutschland zu gelangen. Er lernt 5-mal die Woche Deutsch und arbeitet in einem italienischen Restaurant in der Küche. Er träumt von einer Ausbildung als Hotelfachmann. • 2. Andom Mehari Coitom (obere Reihe, zweiter von links) Eritrea, 40 Jahre, seit 2015 in Deutschland. Er liess seine Frau und 2 Kinder in Eritrea, um sich über Äthiopien, Sudan, Libyen und Italien auf den Weg nach Deutschland zu machen. Er hat mittlerweile einen deutschen Pass, arbeitet bei einer Reinigungsfirma und träumt davon, seine Familie nachzuholen. • 3. Shams Hakimi (obere Reihe, dritter von links) Afghanistan, 22 Jahre, seit 2015 in Deutschland. Alleine über 6 Monate zu Fuss, mit dem Zug, und Auto über Iran, Türkei, Griechenland, Serbien, Mazedonien, Österreich nach Deutschland geflohen. Eltern und 2 Geschwister sind nach wie vor in Afghanistan. Mit einem Zeitvertrag arbeitet er in einem Hotel. Status nach 5 Jahren Asylverfahren nach wie vor nicht abgeschlossen. • 4. David Mengstab (obere Reihe, vierter von links) Eritrea, 19 Jahre, seit 10 Monaten in Deutschland, nachdem er mit Hilfe der UN aus Eritrea flüchten konnte. Sein Asylantrag wurde bereits einmal abgelehnt, der Ausgang, ob er bleiben darf unklar. Er geht in die Heinrich-Metzendorf-Schule, um einen Abschluss zu erlangen. Er träumt von einer Ausbildung als Auto Mechaniker oder IT-Fachmann zu werden. • 5. Sayed Hashemi (obere Reihe, rechts) Afghanistan, 19 Jahre, kam 2014 alleine nach Deutschland. Mit 5 Jahren hat er in einer Metzgerei gearbeitet, vor seiner Flucht verletzte ihn die Taliban mit einem Säbel über dem rechten Auge, da er Jeans trug. Seine M

  • Architecture
  • Environmental / Nature
  • Portrait / People

2021

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