Kurt Ochsner
Durch den Umstand, dass unter Wasser ohne Licht die Farben nicht zu sehen sind, ist das Licht die wichtigste Komponente beim Fotografieren. Und wie bringe ich das Licht in die richtige Position? Das Einfachste wäre, den Blitz auf das Objekt zu richten und die Ausleuchtung wäre somit erledigt. Diese Vorgehensweise gibt für mich langweilige Bilder. Da ich ausschliesslich im Makrobereich fotografiere, brauche ich eine andere Lösung. Darum benutze ich zwei verschiedene Snoot, um das Licht genau auf das Objekt zu führen. Mit dem 2-Armsnoot habe ich die Möglichkeit, mit dem Licht zu spielen; Winkel, Distanz, usw. Mit dem Punktlichtsnoot kann ich Kreise, Rechtecke oder Schattenspiele erzeugen. Da ich mich im Wasser nicht aufstützen kann, ist alles instabil. Zum Schutze der Natur berühren wir Taucher unter Wasser nichts. Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich aus der Grösse der Objekte. Diese beginnen bei wenigen Millimetern und enden bei wenigen Zentimetern. Zudem bedingt eine Schärfentiefe von zwei Millimetern eine präzise Fokussierung. Diese grosse Herausforderung ist für mich der grosse Reiz an der Makrofotografie und treibt mich immer wieder aufs Neue an.
- Other
2021
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