Die ersten gestalterischen Schritte machte der Fotograf Björn Siegrist (*1986) mit der Rolleiflex des Grossvaters und entwickelte mit dem analogen Mittelformat die für seine Arbeiten nötige Geduld und Genauigkeit. Der Weg über das Architekturstudium an der ETH Zürich (2007-14) mit Aufenthalten in Wien und Stockholm führte ihn zur Architekturfotografie, es folgten Aufträge u.A. für das eigene Architekturbüro. Die Tätigkeit als Architekturfotograf hinterlassen seither unübersehbare Spuren in der Bildsprache seiner freien Arbeiten. Lebt seit 2007 in Zürich, Mitglied des Werkbundes Schweiz.
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photoSCHWEIZ 2022
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Es gibt hier nichts zu sehen 2106_04MFd_21; Stockholm 2021 | 2111_03MFd_85, Venedig 2021 | 2111_03MFd_64, Venedig 2021 | 2111_03MFd_126, Venedig 2021 | 2110_05MFd_17; Zürich 2021 Etwas fehlt. Anstelle des Geschehens steht die Leere. Dabei bleibt offen, ob eine mögliche Handlung hinter den Wänden, Tüchern und Zäunen verborgen ist, oder ob die Aufnahmen nicht vielmehr die Bühnen selbst zeigen, auf denen die Vorstellung noch nicht begonnen hat oder schon längst vorbei ist. Beiden Lesarten ist jedoch gemeinsam, dass durch das Wegbleiben einer Handlung - dadurch, dass nichts geschieht - ein Bühnenbild freigelegt und der Blick auf die Spuren vergangener oder zukünftiger Ereignisse an diesen nur scheinbar leeren Orten gelenkt wird.
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