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Christian Bobst

2025 · 2023 · 2022 · 2021 · 2020
Christian Bobst

Christian Bobst studierte ursprünglich Graphic Design. Für fast 15 Jahre arbeitete er für die grossen Werbeagenturen in der Schweiz und Deutschland und wurde mehrfach für seine Arbeit international ausgezeichnet. 2010 machte er sich selbständig und begann als freier Dokumentarfotograf zu arbeiten. Seine Arbeiten wurden in Magazinen und Tageszeitungen wie Stern, The Guardian, NZZ, die Zeit und Geo publiziert und mehrfach mit nationalen und internationalen Awards ausgezeichnet, unter anderem World Press Photo Award 2016, NPPA 2017 und POYi 2020. Christian Bobst wohnt in Zürich.

Series

photoSCHWEIZ 2025

  • Eine Gruppe von Männern schiebt ein Boot, das zuvor von Migranten benutzt wurde, zurück ins Meer

    10 images

    Auf der westafrikanischen Migrationsroute zu den spanischen Kanarischen Inseln, die als eine der gefährlichsten der Welt gilt, ist die Zahl der Überfahrten stark gestiegen, vor allem mit jungen Migranten aus dem Senegal. Diese Fotoreportage gibt Einblick in die Gründe dafür und porträtiert verschiedene Menschen, die die Überfahrt über den Atlantik riskiert haben oder riskieren wollen.

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photoSCHWEIZ 2023

  • 10 images

    Garbage City, ein Slumgebiet am Stadtrand von Kairo, Ägypten, ist das Zentrum der Müllsammler, der so genannten Zabbaleen. Der Slum hat eine ganze Wirtschaft entwickelt, die auf Recycling basiert. Er befindet sich in Manshiet Nasser, einem Viertel mit mehr als 260 000 Einwohnern auf einer Fläche von etwa 5 km2, von denen die meisten koptisch-orthodoxe Christen sind. Die Lebensbedingungen hier sind schlecht, oft fehlt es an grundlegender Infrastruktur wie Kanalisation, Strom und Wasser und überall liegt Müll, selbst auf den Dächern. Doch Manshiet Nasser ist auch ein spiritueller Ort. Im Herzen des Slums haben die Kopten eine riesige Höhlenkirche im Inneren des sagenumwobenen Mokattam-Bergs errichtet, der vor 1 000 Jahren durch die Kraft des Glaubens bewegt worden sein soll. Noch heute beweisen die Kopten hier, dass der Glaube Berge versetzen kann - zumindest Berge von Müll.

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photoSCHWEIZ 2022

  • 10 images

    Die globale Erwärmung und ihre Folgen bedrohen die Ernährungssicherheit weltweit. Unter dem Druck des Klimawandels brechen die indigenen Halbnomaden im Norden Kenias mit einer ihrer ältesten Traditionen: Statt grosse Kuherden zu halten setzen sie nun auf Kamele. Viele der Halbnomaden haben in den letzten Jahren aufgrund von Dürreperioden sehr hohe Viehverluste erlitten. Immer mehr von ihnen tauschen ihre Kühe deshalb gegen Kamele aus, da diese in dem extrem trockenen Klima viel besser überleben. Aus hiesiger Sicht mag die Umstellung von Kühen auf Kamele nicht besonders spektakulär erscheinen. Doch stellen Sie sich vor, die Schweizer Bauern würden plötzlich Lamas statt Kühe halten. Für die Halbnomaden im Norden Kenias ist die Umstellung ähnlich einschneidend. Die Photoreportage entstand 2021 im Auftrag des Schweizer Hilfswerks BIOVISION.

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photoSCHWEIZ 2021

  • 7 images

    Im Senegal gehören 90 Prozent der Muslime einer Sufi-Bruderschaft an, mehr als in jeder anderen muslimischen Bevölkerung der Welt. Obwohl viele junge Menschen in Senegal kaum eine Perspektiven für die Zukunft sehen, scheinen sich nur sehr wenige von ihnen zu radikalisieren. Der Senegal gilt als ein Anker der Stabilität. das westafrikanische Land hat noch nie einen Terroranschlag erlebt. Dies hat viel mit der Rolle der Sufi-Bruderschaften zu tun. Die islamischen Führer in Senegal festigen ihre Macht und ihren Reichtum, indem sie Toleranz predigen und sich als Garanten für Frieden und Stabilität im Land inszenieren. Statt auf Dogmen und autoritäre Gesetze setzen die Senegalesen auf einen islamisch geprägten Lifestyle. Die Fotoreportage von Christian Bobst zeigt, wie der Sufismus die senegalesische Gesellschaft prägt und im Alltag beeinflusst. Die Geschichte entstand im Auftrag der Zeitschrift GEO und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim Swiss Press Photo Award 2020 mit dem 1. Preis in der Kategorie „Ausland“ sowie beim ältesten Fotojournalismus-Award der USA, dem Picture of the Year International (POYi).

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photoCORONA

2020
  • 6 images

    Eigentlich fotografiere ich als Reportagefotograf ja grundsätzlich am Liebsten im Feld, aber aufgrund der aktuellen Situation und der „Stay inside“ Devise entschied ich mich, mal einen Selbstversuch im Studio zu wagen. Diese Portraitserie zeigt Zürcher Textilmasken-Designer der ersten Stunde, jede und jeder mit einer Maske, die ihren persönlichen Stil repräsentiert. Sie alle haben durch den Lockdown ihre Arbeit verloren oder grosse finanzielle Einbussen erlitten. Doch sie haben aus der Not kurzerhand eine Tugend zu machen, aus einer Windel fürs Gesicht ein trendiges Kleidungsstück. Der Erfolg ist überwältigend, die Meisten kommen mit der Produktion der Bestellungen kaum noch nach. Zwar bieten die Masken nach Aussagen von Experten nur einen 65%-igen Schutz, sie sind aber vor allem auch ein Statement und Symbol. Dies soll In dieser Portraitserie zum Ausdruck gebracht werden. Die geschlossenen Augen stehen dabei für das „drinnen bleiben“, aber auch für Vorstellungskraft, Hoffnung und Selbstreflexion. Diese Emotionen werden zusätzlich durch Gesten unterstrichen. Gerade weil das Studio nicht mein angestammtes Revier ist, war es mir wichtig, den fotojournalistischen Grundsätzen treu bleiben, welche die Inszenierung von Portraits erlauben, den Einsatz von Retousche-Werkzeugen jedoch nicht. Immerhin hat sich Regula Zürrer um Haare und Make up der Protagonisten gekümmert. Herzlichen Dank an alle Beteiligten für ihre Zeit und Offenheit für diesen Versuch.

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