Romana Lara und Fru lernten sich im Sommer 2015 kennen. Bei CALVENDO sind seither mehr als ein Dutzend Kalender ihrer Zusammenarbeit erschienen. Ein Doppelporträt zeigt sie mit dem Text (eine Art Hommage an Gilbert & George): „Wir sind nicht mehr jung und noch nicht alt, scheinheilig mit Heiligenschein, pingelig chaotisch, zivilisierte Naturkinder, gleich-gültig, desillusionierte Likecollectors, ernsthaft neckisch, ineinander verliebt und vernarrt, voneinander abhängig, versponnen Gespinste spinnend, jenseits von Gut und Böse, Künstler und Kunstwerk.“
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photoSCHWEIZ 2021
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Mit einer Kunstausbildung Ende der 70er Jahre fällt mir auf, wie die Aktfotografie aus Ausstellungen verbannt und wie das Zitat des Kunsthistorikers Michel Thévoz aktueller wird: „Der Mensch ist ausgesetzt, in der doppelten Bedeutung des Begriffes: den Gefahren und den Blicken. Als einziges Tier wird er, im biblischen Sinn, nackt geboren und erreicht erst dann seine Identität im sozialen Gefüge, wenn sein Körper mit wesentlichen Veränderungen ausgerüstet ist. Er muss seinen Körper von der biologischen Bedeutungslosigkeit abgrenzen, um der kulturellen Ordnung der Gemeinschaft genügen zu können. In diesem Sinn kann man sagen, dass nur der bemalte Körper ein Körper ist.“ Dieser verlorenen Ursprünglichkeit habe ich einen Altar gewidmet: Der bemalte Körper (Mitte), Verhüllung (re), Accessoires (li), Ursprung (Predella), Making-of (aussen) INFO: www.fru.ch/pdf/altar.pdf
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photoCORONA
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Normalerweise arbeite ich als Bodypainter und Fotograf mit Models. Das geht jetzt nicht! Als "Einsiedler" habe ich 5 Fotos von berühmten Eremiten gestaltet. Der Arbeitsprozess ist auf youtube dokumentiert: https://www.youtube.com/watch?v=24El3qeSSkI https://www.youtube.com/watch?v=K7k83ngvv-c https://www.youtube.com/watch?v=U4SMWVsPMp8 Zusätzlich ist ein Buch erschienen: CORONA HAIKU ZENGA PHOTO www.epubli.de/preview/98083 mit Beitrag auf Behance: https://www.behance.net/gallery/96039677/CORONA Das Buch stellt 12 essentielle Lebens-Fragen im Zusammenhang mit Corona und illustriert diese Fragen mit Tuschezeichnungen und Fotos. Beispielsweise zu Hieronimus: Die Frage des Glaubens Hieronimus Haben sie schon über das Sterben nachgedacht und haben sie eine Patientenverfügung? Wenn eine Bedrohung wie das Coronavirus nahe kommt, werden solche Fragen dringend. Auch die Frage, was denn nach dem Tod kommt, wird vermutlich aktuell vermehrt gestellt, wie wenn der Tod erst jetzt unser ständiger Begleiter wäre. Carlos Castaneda schreibt in „Reise nach Ixtlan“ und „Das Rad der Zeit“, dass der Tod ewig unser Gefährte und weiser Ratgeber sei. Immer wenn Vernichtung droht, kann man ihn fragen, ob dem wirklich so sei und dann feststellen, dass man sich irrte. Der Kirchenvater Hieronimus wird oft mit einem Totenschädel dargestellt, auf den er mit dem Finger zeigt. Er ist der Verfasser der lateinischen Übersetzung der Bibel, der Vulgata, und er hatte einen prägenden Einfluss auf die Theologie und den Glauben der christlichen Kirche. In einer Vision wird er von einem himmlischen Richter wegen seiner weltlichen Einstellung ausgepeitscht. Strafen im Jenseits für Verfehlungen im Diesseits sind gewiss eine wesentliche Ursache für die Angst vor dem Tod. Mit dieser Angst hat die Kirche erfolgreich Machtpolitik betrieben. Wie prägend und absurd Glaubensvorstellungen sind, sehen wir vor allem bei den anderen, bei unseren Feinden, den Islamisten, die nach dem Selbstmordattentat garantiert in den Himmel kommen, mit Jungfrauen zu ihrer Ergötzung. Es ist eine Frage des Glaubens (der Überzeugung im Denken von etwas, das man nicht erfahren kann) was nach dem Tod kommt, ob man dafür bereit ist. Tod mein Ratgeber, du bist ganz nah hinter mir, noch hast du mich nicht. Death, my advisor, you are so close behind me, you don‘t have me yet. Oder das Beispiel Symeon: Die Frage nach Raum und Distanz Symeon „Wie viel Erde braucht der Mensch?“ heißt eine Erzählung von Lew Nikolajewisch Tols
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photoSCHWEIZ 2020
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SEASONS Ovid beschreibt in den Metamorphosen die Verwandlung der Statue von Pygmalion in eine lebendige Frau und sagt dazu: „Ars adeo latet arte sua“, „die Kunst bleibt so verborgen durch die Kunst“. Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Fru mit lebenden Statuen. Zum vierzigsten Geburtstag der Grün80 in Basel stellt er jeden Monat Romana Lara als lebende Statue in diesem öffentlichen Park auf und fotografiert sie. Anschließend findet man davon Bilder auf Facebook unter #romanalaraundfru #artistandmodel #livingstatue #park. Geplant ist das Erscheinen eines Kalenders mit den Bildern zum 40-Jahr-Jubiläum für das Jahr 2021. Die Auseinandersetzung mit der Natur, die Wirkung der Witterung auf die nackte Statue, der Umgang mit den wechselnden Lichtverhältnissen und das Spiel mit einem für die Jahreszeit passenden Gegenstand sind dabei jeden Monat die Herausforderung für Model und Fotograf.
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