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Ingrid Dorner

2020
Ingrid Dorner

Geboren am 15. Mai 1980 in Brioude (Frankreich) Künstlerische Disziplin: Analog- und Digitalfotografie / Analogfilmentwicklung in der Dunkelkammer / alte Fotografieverfahren: Cyanotypie und getönte Cyanotypie, Vandyke-Verfahren, Platin-Palladium-Verfahren, Gummidruck Autodidakt Perfektionierung: Ausbildung über alte Fotografieverfahren in Paris an der Seite von Sabrina Biancuzzi, Meisterfotografin.

Series

photoMÜNCHEN 2020

  • 8 images

    Durch die Wahl einer unerwarteten Kameraeinstellung, durch das Vorhandensein eines Schattens oder eines grellen Lichts, wird das Wichtige zu dem, was nicht gezeigt wird, was sich außerhalb des Fotos befindet. Die Deutung, das Empfinden beim ersten Beobachten von dessen, was «im Rahmen» ist, wird plötzlich umgeworfen, umgewandelt durch das, was wir uns außerhalb des Blickfeldes vorstellen, und durch das, was der Fotoapparat nicht eingefangen hat. Schaufensterpuppen (aus Kunststoff) werden lebendig, während das Leben aus wirklichen Körpern weicht, die in einzelne Teile zerfallen. Das angenehme Gefühl, das man beim ersten Blick auf das Foto verspürte, verfliegt beim längeren Hinschauen. Fragen drängen sich auf und ein Gefühl von Gewalt stellt sich ein. Je länger man hinschaut, umso weniger sicher ist man sich über das, was man sieht. Der Zuschauer erlebt daher entsprechend seiner Art und Weise, ein Foto wahrzunehmen, ein Wechselbad der Gefühle. Erst erhält er den Eindruck von Wohlbefinden, Glück und Sorglosigkeit, der sich dann umkehrt in ein Gefühl von Ernst, Erstickung und abgrundtiefer Traurigkeit, eben „vice versa“.

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photoSCHWEIZ 2020

  • 7 images

    Durch eine ungewöhnliche Bildeinstellung, das Vorhandensein eines Schattens oder eines hellen Lichtes wird das Wesentliche, was nicht angezeigt wird, was ausserhalb von dem Foto steht. Die Auslegung, die erste Empfindung beim Beobachten was „im Rahmen“ liegt wird plötzlich durcheinandergebracht von was wir uns vorstellen, was „Hors-champ“ ist, von was das Kamera nicht erfasst hat. Bei der Isolierung von Details, der Übertreibung der Kontrasten, der Verdeckung von Elementen, die üblicherweise offenbart sind, die Stimmung verändert sich, das Zweifel aufkommt wie ein Missverständnis. Das Wahre wird irreal. Das Glück und das Leben werden fest, der Tod milder und schient wie ein beruhigter Schlaf. Die Kunststoffpuppe werden zum Leben erweckt wenn die wahren Körper Ihr verlieren, beschränken sich auf zerlegte Teile. Die auf dem ersten Blick auf das Bild empfundene Weichheit macht Platz für eine Gewalt, die durch die langanhaltende Beobachtung des Werks entstehenden Fragen gebracht wird. Je mehr Sie ansehen und weniger sind Sie sicher, über was Sie beobachten. Der Zuschauer, nach seinem Weg um das Foto wahrzunehmen, wird er von einem Gefühl zum anderen transportiert, von einem Gefühl von Wohlbefinden, Glück, Sorglosigkeit zu einer Empfindung von Ernsthaftigkeit, Beklommenheit, Dunkelheit, oder vice versa.

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