WO DAS SUBJEKT AUFHÖRT SICH ZU ZEIGEN
UND BEGINNT ZU SEIN.
Ausdruck entsteht nicht aus der Inszenierung, sondern aus Begegnung. Er entsteht im Dialog zwischen Fotografin und Subjekt – in jenem Moment, in dem eine Verbindung hergestellt wird – sich jede Pose löst und die Vorstellung davon, wie man wirken will – es bleibt Präsenz und Ausdruck.
Mich interessiert der Zwischenraum, in dem dieses Sein aufleuchtet – weg von der Inszenierung, aber getragen von bewusster Gestaltung und Haltung. In diesem Spannungsfeld zwischen Authentizität und Ästhetik entsteht die Kraft des Bildes – denn dort, im flüchtigen Augenblick, zeigt sich der Ausdruck, der bleibt.